Was ich 2020 ändern würde – Lernpunkte 2019

Das Tourenjahr 2019 ist für mich vorbei. In der letzten Zeit habe ich mit dir meine Touren geteilt. Heute möchte ich nochmal mit dir zusammen auf meine Touren zurückblicken und dir meine Top Lernpunkte aus diesem Jahr mit dir teilen und welche Auswirkungen diese auf meine weiteren Touren haben. Ich habe mir 5 Punkte ausgesucht, die ich mit dir teilen will. Sie gehören thematisch nicht unbedingt zusammen und ich werde auch nicht zwischen den Punkten großartig überleiten. Jeder Punkt kann für sich verstanden werden. Ich bin auch auf deine Meinung zu diesem Thema gespannt.

 

Unterschied mit oder ohne Bergführer

Dieses Jahr haben wir aus Bremen unsere eigene Hochtour geplant. Wie du weißt, waren wir eine Woche unterwegs. Bei den Touren ist mir stark aufgefallen, wie groß der Unterschied ist zwischen einer Tour mit einem Bergführer und ohne Bergführer. Neben Punkten wie Geschwindigkeit am Berg ist vor allem die Entscheidungsfindung schwieriger, da mehr Leute mitsprechen. Wenn der Bergführer etwas vorgibt, ist es eindeutig. Bei einer Gruppe von Gleichberechtigten gibt es immer eine längere Diskussion, da jeder aufgrund seiner Erfahrungen die Situation anders einschätzt.

 

Schattenseite der Berge

Dieses Jahr habe ich neben den schönen Momenten am Berg auch die Schattenseiten kennengelernt. Ich selbst habe mir die Schulter ausgekugelt und zwei Bergsteiger, mit denen ich am Abend vor einer Tour noch gesprochen habe, sind bei der gleichen Tour wie wir tödlich abgestürzt. Für mich war dieser Punkt immer relativ weit weg. Ich habe davon gelesen, aber noch nie war ich so nah an den Schattenseiten wie dieses Jahr. Man muss sich mit der Thematik definitiv beschäftigen. Es gehört genau zum Bergsport dazu wie die vielen tollen Momente.

 

„Überlaufen“ der Berge

Besonders bei meiner Tour am Matterhorn ist mir aufgefallen, wie überlaufen manche Berge doch sind. Kaum ist man oben auf dem Gipfel, muss man auch schon wieder runter, da so viele Menschen auf den Gipfel gar nicht passen. Das löst einen Stress aus, welchen ich als sehr unangenehm wahrgenommen habe. Ich konnte diese Tour nicht so genießen wie andere. Für mich ist klar, dass ich solche Berge zur Hauptsaison meiden und mir lieber abgelegene Ziele suchen möchte, um den Berg mehr genießen zu können.

 

Gutes Training der Psyche und Körper

Letztes Jahr habe ich dir gesagt, dass ich bei manchen Bergen und Klettertouren vor allem ein Problem mit der Psyche hatte. Die Touren waren für den Kopf deutlich anstrengender und darauf war ich nicht gut vorbereitet. Dieses Jahr war das anders. Das mentale Training und auch mein körperliches Training habe ich deutlich gesteigert, sodass ich mich am Berg viel sicherer gefühlt habe. Dabei hat mir das Buch „Mental fit am Berg“ geholfen, welches ich dir auf meinem Blog schon vorgestellt habe.

Mental stark am Berg: Wie wir unserer Psyche bergfit machen: Trainig, Technik, Theorie (Ausbildung)ir?t=bergsteigenle 21&l=am2&o=3&a=3859024159 - Was ich 2020 ändern würde - Lernpunkte 2019*

 

Akklimatisation

Besonders bei meiner Tour im Wallis habe ich gemerkt, wie gut die Akklimatisation im Berner Oberland für mich war. Der Schlaf über mehrere Tage auf einer Höhe von über 3000m machte sich deutlich bemerkbar. Gerade vor sehr langen und anspruchsvollen Touren werde ich in Zukunft noch deutlicher darauf achten, mir die Zeit vorher zu nehmen und mich vernünftig und über ein paar Tage zu akklimatisieren.

 

Fazit Lernpunkte 2019

Du siehst 5 teilweise komplett unterschiedliche Lernpunkte. Mit jedem Jahr nehme ich auch andere Facetten des Bergsports wahr und sehe neue Punkte, an denen ich mich verbessern kann und nehme auch den Fortschritt in vielen anderen Bereichen wahr. So ein Rückblick kann ich nur jedem empfehlen, um besser zu werden. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Punkten helfen. Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche. Grüße aus Bremen,

Jonathan

 

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